Tiroler-Tag bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten

Ein gelungener „Tiroler Tag“ bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten!

Ja, sogar der Wettergott hatte ein Einsehen! So kamen Gewitter und Regen am Sonntag, dem 9. Juli so frühzeitig, dass zu Beginn der Veranstaltung fast schon wieder die Sonne schien, zumindest waren blaue Flecken in den Wolken zu sehen.

Und was die überaus zahlreichen Zuseherinnen und Zuseher zu hören bekamen, konnte sich wahrlich sehen lassen. Gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Alois Schöpf wurde das Konzert vom Blasmusikverband Tirol unter der Federführung von Landeskapellmeister Rudi Pascher als Beitrag zum Landesmusikfest 2017 mit fünf Musikkapellen geplant. Die Zahl der Musikantinnen und Musikanten und die begrenzt zur Verfügung stehende Zeit stellten auch eine organisatorische Herausforderung dar, die in Zusammenarbeit Landesverband – Organisationsteam Innsbrucker Promenadenkonzerte, ausgezeichnet gemeistert werden konnte. Dafür ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!

Ab 18:00 Uhr – beginnend mit einem kurzen Standkonzert vor dem Goldenen Dachl - marschierten die Kapellen direkt in die Hofburg ein und gaben dann ihr Konzert.

Als Botschafter Osttirols hatte sich die Musikkapelle Assling „Musik aus vier Nationen“ zum Thema gestellt. Unter ihrem Kapellmeister Gerhard Pitterle boten sie unter anderem mit dem Walzer „Vom Donauufer“ von Julius Fucik und dem zeitgenössischen Stück „Mazedonia“ von Mario Bürki eine beeindruckende musikalische Leistung.

„Wien wie es singt und lacht“ – Kapellmeister Oswald Mayr und die Bundesmusikkapelle Söll spielten als zweite Kapelle und Vertreter des Tiroler Unterlands Stücke rund um dieses Thema. Sie hatten als besondere Einlage auch Marina Mayr als Gesangssolistin mitgebracht. Im Medley „In Memoriam Peter Alexander“ glänzten sowohl Sängerin als auch die Musikkapelle. Das Publikum dankte mit tosendem Applaus.

Die Vertreter aus Tirol Mitte, der Musikverein Zirl mit ihrem musikalischen Leiter Albert Schwarzmann, führte das Publikum anschließend in ihren „Reminiszenzen an das östliche Österreich-Ungarn“ in die geographische Welt der k. und k. Zeit. Schwarzmann, bekannt als hervorragender Arrangeur (vor allem für Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg), hatte außergewöhnliche Stücke, wie zum Beispiel den „Rumänischen Tanz“ von Franz Hoffmann vorbereitet. Auch der Musikverein Zirl wurde, obwohl bereits die dritte Kapelle in Folge, für die hervorragende musikalische Leistung mit großem Applaus verabschiedet.

Kapellmeister Alexander Grüner mit der Musikkapelle Huben führte als Vertreter des Tiroler Oberlands wieder zurück in die Heimat Tirol. Das Motto „ So klingt es bei uns drhoam“ erreichte seinen musikalischen Höhepunkt in der Aufführung der „Bilder eines Tales“ von Klaus Strobl gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Huben.

Vielleicht waren es gerade die Abwechslung im Programm oder auch die hervorragenden musikalischen Leistungen oder das bunte Bild der Trachten aus allen Landesteilen. Man weiß es nicht. Tatsache ist, dass das Publikum trotz fortgeschrittener Zeit den Ötztalern mit frenetischem Applaus dankte, treu ausharrte und auch die letzten beiden Kapellen – vereint zu einem musikalischen Ensemble nicht im Stich ließ.

Die Musikkapellen Höfen und Pinswang hatten sich für den Abend zu einer Kapelle zusammengeschlossen, um das Außerfern würdig vertreten zu können. Unter den Kapellmeistern Peter Besler und Bernhard Rainer boten sie musikalische Leckerbissen nach dem Motto „Musik aus dem Außerfern“. Besonders beeindruckte dabei die Tondichtung „Die Räuber vom Glockenhof“ vom jungen Außerferner Musiker und Komponisten Martin Rainer.

So fand ein langer Abend schließlich sein gelungenes Ende. Übrig bleibt die Erinnerung an tolle musikalische Leistungen aus allen Landesteilen! Zu hoffen bleibt, dass die Veranstaltung vielleicht in ähnlicher Form ihre Fortsetzung findet.

Fotos gibt es auf der Homepage der Innsbrucker Pomenadenkonzerte.

 

Foto: ©Innsbrucker Promenadenkonzerte